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Mittwoch, 3. Juli 2013

Möwenzweikampf

Auf dem Flachdach der UB spielt sich Interessantes ab: Die Sturmmöwen sitzen unten, die Lachmöwen sitzen ein Stockwerk höher, und wehe, die eine Art wagt sich in das Revier der anderen, dann entbrennt ein Kampf ...

Mittwoch, 26. Juni 2013

Möwen 2013

Bei der Kieler Woche bekam ich aus sicherer Entfernung mit, wie tief die Möwen beim Internationalen Markt über Menschen wegflogen, um den einen oder anderen leckeren Bissen zu erhaschen. Eine Bekannte meinte: "Diese Scheißmöwen werden immer frecher." Im Gegenzug bekomme ich aber auch jeden Tag mit, wie sorgsam die Möwen über ihre flügge werdenden oder gerade gewordenen Jungen wachen. Auch bei den Jungen bekam ich mit, wie eins nach seinem Geschwisterchen rief, das auch flugs angerannt kam. Auf dem Rasen vor der UB sehe ich ganze Ansammlungen von jungen, vereinzelt auch alten, Möwen. Wie bei den Möwen Alt und Jung miteinander umgehen, ist schon faszinierend zu beobachten ...

Mittwoch, 19. Juni 2013

Memorial

Es ist immer noch ein merkwürdiges Gefühl: Von drei Brüdern ist nur noch einer in meiner Gegend.
Bruder Nr. 1 schwirrt in Thailand herum - von dem höre ich telefonisch oder per Mail.
Bruder Nr. 2 starb 4 Tage vor seinem 73. Geburtstag - da gibt es unangenehme, aber auch angenehme Erinnerungen. R.I.P. ...
Bruder Nr. 3 höre oder sehe ich in Abständen. Will heißen: Life erreichbar ist nur noch Bruder Nr. 3 ...

Dienstag, 28. Mai 2013

Erleichterung

Ich bin echt erleichtert, heute kam von Bruder Nr. 2 die Todesanzeige und ein lieber Begleitbrief von seiner Frau - ich bin ja erleichtert, daß wenigstens sie sich gemeldet hat, wenigstens etwas Positives ...

Samstag, 25. Mai 2013

R.I.P.

Heute hätte der am 22.5. verstorbene Bruder seinen 73 Geburtstag. Es stimmt mich sehr traurig, daß er so unversöhnlich war. Bevor es den großen Knatsch gab, haben wir viel Schönes zusammen unternommen, z.B. Kammermusik gemacht. Ich bin bei ihm durch eine gute kammermusikalische Schule gegangen, wofür ich ihm dankbar bin. Ein paarmal war ich auch allein oder in Begleitung bei ihm in München bzw. Oberschleißheim und wurde da sehr nett aufgenommen. Ich höre noch sein Kommando: "So, meine kleine Schwester kocht mir jetzt einen Tee." Das hat diese dann auch gern getan. Es ist traurig, daß es nicht mehr zu einer versöhnenden Aussprache kam, und daß mein Bruder mich am Schluß nicht mehr sehen wollte. Nach allen Querelen - berufliche lasteten auch auf ihm, was ihn zusätzlich verbitterte, ich weiß das - hat er nun Frieden gefunden:  R.I.P.

Samstag, 16. Februar 2013

Doppelschlag

Das war nun der Doppelschlag. Erst erfährt man, dass Kollege Paulsen ("Pauli") schon am 28.11.2012 verstorben ist, dann kommt eine Anzeige, dass seine (und meine) Kollegin, mit der "Pauli" in einem Zimmer in der UB saß, am  7.2.2013 verstorben ist - sie durfte nur 1 Jahr älter werden als ich. Ich bin zutiefst betroffen; die liebe Erinnerung an die beiden kann auch der Tod mir nicht nehmen ...

Sonntag, 27. Januar 2013

Traurige Unversöhnlichkeit

Es ist sehr traurig, wenn Menschen unverrückbar unversöhnlich sind. Ich hatte mit meinem mittleren Bruder zwar einen unangenehmen Erbstreit, der doch aber nun schon 16 Jahre her ist, und da sollte man doch eigentlich das Kriegsbeil mal endlich begraben. Nun ist er in einem Hospiz untergebracht, und ich war bereit, ihn dort zu besuchen. Nun erhielt ich aber eine Nachricht, daß mein Auftauchen dort nicht erwünscht sei, und daß er selbst diesen Wunsch ausdrücklich geäußert hat. Seine Frau hatte mal zu mir gesagt, wenn ich vor ihm Angst habe, könne ich gern kommen, dazu kam es aber nicht mehr. Ich habe ihr geschrieben, als ich noch wußte, daß ich eine "persona non grata" bin: "Ich drücke dich ganz doll, ich hoffe, du wehrst mich nicht ab", war der letzte Satz dieses Briefes. Es steht aber zu befürchten, daß ich keine Antwort bekomme. Es wird nun so kommen, daß der Bruder heimgeht, ohne daß einer seiner Geschwister ihn begleitet, damit müssen wir drei anderen leider leben ...